Vogelbeobachtungen

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  • Gm-Hütte, OS -02.05.10

    Das am 12.April verlassenen Uhugelege modert vor sich hin, nachdem sich keine Eierdiebe seiner erbarmt haben.

    2.05.2010, 17:15 | Kategorie: Beobachtungen,Os, GM-Hütte | Schlagworte: |

    GM-Hütte, OS – 13.04.10

    Angereist, um den Uhu-Nachwuchs zu begrüßen, finde ich die Brutmulde verlassen, drinnen 4 Eier, groß und fleckig-schmuddelig; von den Uhus keine Spur. Das erste Ei legte das Uhu-Weibchen in eine noch von Schnee eingerahmte Mulde bereits am 24. Februar, verlassen vorgefunden wurde das Gelege erstmalig am 12. April. Das Brutpaar, es brütet vorwiegend das Weibchen, war also 47 Tage um eine erfolgreiche Brut bemüht; bei einer regelmäßigen Brutzeit von ca. 35 Tagen. damit gut 10 Tage über Soll. Das Brutgeschäft ist also ganz offenbar fehlgeschlagen. Woran mag es gelegen haben? Waren es die niedrigen Temperaturen im Zeitpunkt der Eiablage, waren es zu häufige Störungen durch die voranschreitende Verfüllung dieses Steinbruchabschnitts, oder handelt es sich um nicht befruchtete Eier infolge Zeugungsunfähigkeit des Uhu-Männchens?? - War es das wohl für dieses Jahr oder entschließen sich die Uhus eventuell zu einem Ersatz- bzw. Nachgelege, was bei Verlust des Erstgeleges dann erfolgt, wenn es jahres-/ kalenderzeitlich noch machbar ist (bis Ende April/Anfang Mai) und zudem das Nahrungsangebot stimmt, was bei 4 Eiern des ersten Geleges gegeben sein dürfte. Ein Nachgelege könnte in unmittelbarer Nähe des bisherigen Brutplatz, selten aber in derselben Nistmulde, oder aber in der näheren Umgebung, in einem Umkreis von bis zu 2 km erfolgen. Begonnen damit würde nicht vor gut einer Woche. Es gilt also, vorsorglich jegliche Störung am angestammten Brutplatz zu vermeiden, aber Augen und Ohren offen zu halten. Es wäre schön, wenn in ca. 8 Wochen Bettelrufe von Jungvögeln doch noch eine erfolgreiche Brut 2010 verraten würden.

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    Apropos Eier: Uhu-Eier sind kurzoval, ca. 60 x 50 mm groß und reinweiß, was auf seinen Ursprung als Höhlenbrüter hindeuten könnte, deren Eier keiner Tarnfärbung bedürfen. Das desolate Outfit der 4 Eier in der Nistmulde lässt also auf eine schlampig vorbereitete und ungepflegte Nistmulde schließen, in der die Eier durch das gelegentliche Wenden auf verrottenden Beuteresten oder eingeschwemmtem Substrat, verschmutzt worden sind.

    15.04.2010, 23:59 | Kategorie: Beobachtungen,Os, GM-Hütte | Schlagworte: |

    GM-Hütte, OS – 09.04.10

    Am Fuße des Teutoburger Waldes und dortselbst am Fuße einer steil aufragenden Felswand brütet erneut die größte europäische Eule. Sie hat lange Federohren, die in Ruhe waagerecht abstehen, beim Rufen und bei Störung aber aufgestellt werden. Orangerot funkeln ihre großen Augen. Eine kräftige dunkle Strichelung steht im deutlichen Kontrast zur sonst heller bräunlichen Brustpartie. Das rostbraun des Obergefieders mit einer längs und quer gereihten dunkelbraunen Fleckung vermittelt ein rindenartiges Aussehen. Die Vögel können eine Länge von über 70 cm und eine Spannweite von bis zu 180 cm erreichen, sind nacht- und dämmerungsaktiv und jagen Säuger, wie Mäuse, Ratten, Igel, Hasen und auch Vögel. Der über eine Distanz von einigen Kilometern hörbare 2-silbige UU-hu-Gesang / Ruf wird von beiden Geschlechtern vorgetragen, in der Balzzeit sogar im Duett. - Bei Beginn des diesjährigen Brutgeschäfts lag um den Brutplatz herum noch Schnee. Bei einer Brutzeit von bis zu 35 Tagen ist zu vermuten, dass der bewegungslos und in stoischer Ruhe auf seiner Nestmulde ausharrende mächtige Vogel seinen bereits geschlüpften Nachwuchs unter seinen Fittichen hudert.

    10.04.2010, 18:40 | Kategorie: Beobachtungen,Os, GM-Hütte | Schlagworte: |

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